Wie fing alles an?

Die Initiative wurde im Frühjahr 1999 in Freiburg im Breisgau durch Schüler und Studenten aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz und den ehemaligen Europaabgeordneten Dietrich Elchlepp gestartet. Durch Mund zu Mund Propaganda wuchs der Kreis der Interessenten. Es wurde Kontakt zu den Schulen in der Oberrheinregion Elsass, Baden und Basel aufgenommen. Nach etlichen gut besuchten Vorbesprechungen in Freiburg und Mulhouse und vielen kleinen Organisationstreffen fand die erste Sitzung des JPO vom 18.- 19. November 2000 in Freiburg statt.

Weshalb gibt es JPO?

Ausgangspunkt für die Gründung des JPO war das geringe Europabewusstsein und Interesse an den grenzüberschreitenden regionalen Europafragen am Oberrhein unter den Jugendlichen, welches seinen Ausdruck in einer Wahlbeteiligung der Erstwählerinnen und Erstwähler von nur 24% bei den Europawahlen 1999 fand. Inzwischen ist die Notwendigkeit gestiegen, Probleme unserer Oberrheinregion gemeinsam zu diskutieren und zu lösen. Beispielsweise Umweltprobleme, Energiepolitik, Arbeits- und Ausbildungsplatzfragen, grenzüberschreitende Jugendbegegnung. An dieser Diskussion sollten sich auch Schülerinnen und Schüler und Auszubildende beteiligen können.

Weshalb lohnt es sich mitzumachen?

Lust auf Erfahrung

Das Jugendparlament kann euch einen Einblick in die parlamentarischen Abläufe ermöglichen und ihr könnt parlamentarische Formen der Debatte und der Entscheidungsfindung einüben, sei es in der Arbeit im Plenum oder in den Arbeitsgruppen. Außerdem könnt ihr wir davon profitieren, dass die Oberrheinregion 3 Länder vereint, und ihr euch dadurch mit Jugendlichen ganz anderer politischer Tradition, anderer Sprache und möglicherweise anderen Problemlösungsansetzen regional- und europapolitisch austauschen könnt.

Lust auf Information

Politiker und Experten sehen die Dinge oft anders. Im JPO werden aktuelle Themen für euch aufgearbeitet und alle notwendigen Gesichtspunkte und Fakten vermittelt. Außerdem werden Politiker und Experten zu den regelmäßigen Gästen des Jugendparlamentes und der Ausschüsse gehören.

Lust auf Kontakt

Beim Jugendparlament kommen alle auf ihre Kosten, die Interesse daran haben, sich mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern zu treffen und deren Ansichten kennenzulernen. Der Kontakt und die Zusammenarbeit bringen nicht nur Erfahrungen im Umgang mit Demokratie, sondern sollen in erster Linie Spaß machen.

Lust auf Veränderung

Die Verständigung zwischen Politikern und Jugendlichen ist häufig problematisch. Zum einen kommt das auf Öffentlichkeitswirksamkeit und parteipolitischen Vorteil ausgerichtetes Verhalten vieler Politiker bei den Jugendlichen nicht gut an. Zum anderen scheitert eine Verständigung häufig schon daran, dass selbst kommunale Politik Jugendlichen unverständlich und weit von ihrer Wirklichkeit entfernt erscheint, und sie lieber die Finger davon lassen. Genau hier setzt unsere Arbeit an. Wir beiten den Jugendlichen die Möglichkeit, über selbstgewählte und selbsterfahrbare Themen zu diskutieren und ihren eigenen Lösungsvorschlägen für Probleme und Verbesserungen öffentlich Gehör zu verschaffen. Konkret werden die Ergebnisse der Sitzungen des JPO den regionalen grenzüberschreitenden Gremien vorgelegt, und diese Gremien werden um Stellungnahme gebeten. Auch stehen wir in ständigem Austausch mit dem Oberrheinrat und der Oberrheinkonferenz. Des Weiteren werden Vertreter des Europaparlamentes zu Plenarsitzungen und Ausschusssitzungen eingeladen. Ein Jugendparlament kann zwar nicht die Welt verändern, aber durch kleine Vorschläge und Anregungen Einiges für Jugendliche erreichen. Auf alle Fälle aber kann es euch selber weiterbringen. Hier wird Wissen auf ganz andere Weise als in der Schule vermittelt. Das JPO kann das politische System begreifbar machen und euch eure Umwelt mit ganz anderen Augen anschauen lassen.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich gleich für unser nächstes Treffen anmelden.

Bisherige Aktivitäten